Wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Steuer- und Finanzverwaltung sind Beamte und Tarifbeschäftigte des Bundes und der Länder.

Wir sind Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, aber dennoch eine spezielle „Truppe". Wir stehen an der besonders empfindlichen Nahtstelle zwischen Bürger und Staat.
Unsere Hauptaufgabe ist es, dem Staat die notwendigen Einnahmen zu sichern, d. h. aber anders herum, den Bürgerinnen und Bürgern als die Vertreter des Staates gegenüberzutreten, die ihnen einen Teil ihres erarbeiteten Geldes wegnehmen müssen.
Dass uns dies nicht an die Spitze der Beliebtheitsskala setzt, ist nachvollziehbar.

Wir haben aber auch einen Beruf,

  • der interessant ist,
  • der uns einen weiten Einblick in das Wirtschaftsleben verschafft,
  • der uns fordert,
  • kurz: den lebendigsten Verwaltungsberuf, den es gibt.

Im demokratischen Kräftespiel müssen wir uns allerdings selbst behaupten. Wir haben keine natürliche Lobby. Es gibt keine Politikerinnen und Politiker, die mit dem Nachweis eines positiven Einsatzes für das Personal in der Finanzverwaltung bessere Wahlergebnisse erreichen würden.

Wir sind für viele das notwendige „Übel".

Wir müssen daher mehr als alle anderen Gruppen des öffentlichen Dienstes für unsere berechtigten Anliegen streiten.

  • Eine leistungsgerechte Besoldung und Bezahlung,
  • unserem Tätigkeitsbild entsprechende Beförderungs- und Eingruppierungsmöglichkeiten,
  • soziale Sicherungen und
  • eine ausreichende Altersversorgung

sind berechtigte Forderungen, für die aber politische Mehrheiten gewonnen werden müssen.

Ein gerechtes Steuersystem ist notwendig für die Grundakzeptanz der Steuerbelastung.

Auch darum muss im politischen Kräftespiel ständig gerungen werden.

Wenn die DSTG von der führenden Wirtschaftszeitung als „der letzte Hort steuerlichen Sachverstandes" bezeichnet wird, macht es unsere Bedeutung in diesem Politikfeld deutlich.
Wenn in der Öffentlichkeit immer wieder von aufgeblähten Verwaltungsapparaten gesprochen wird, so gilt dies für die Finanzverwaltung nicht.

Wir verschaffen uns Gehör, um die berechtigten Anliegen der Beschäftigten in der Finanzverwaltung positiv umsetzen zu können. Und wir können dies umso besser, je geschlossener wir sind.

Da wir spezifische Interessen haben, geht dies auch nur in einer Fachgewerkschaft.
Alleine an den Beschäftigten in der Finanzverwaltung liegt es, die Position der DSTG weiter zu stärken.
Wir haben einen guten Organisationsgrad, aber er kann noch besser werden, wenn alle noch abseits Stehenden sich ihrer persönlichen Verantwortung und sich für und in der DSTG engagieren.